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Das Gold der norwegischen See: Skrei

Das Gold der norwegischen See: Skrei

Kalte, klare Luft und tiefblaues Wasser – der Blick von den Hafenstädten an der nordnorwegischen Küste reicht bis an den Horizont. In Henningsvaer, einem winzigen Fischerdorf auf den Lofoten, herrscht eine besondere Stimmung: Es ist Januar und die Fischer stehen in den Startlöchern. Jedes Jahr um diese Zeit beginnt die kurze Saison des arktischen Winterkabeljaus.

Bis April zieht er über 600 Kilometer von der eisigen Barentssee zu den wärmeren Lofoten-Inseln, um zu laichen. Daher haben ihm die Norweger auch den passenden Namen »Skrei«, auf Deutsch der »Wanderer«, verliehen.

Verantwortungsbewusst und nachhaltig

Die Norweger sind stolz auf ihren einzigartigen Fisch, der so nirgendwo anders vorkommt. »Skrei« ist daher mittlerweile auch eine eingetragene Marke. So kann sichergestellt werden, dass sich nur verantwortungsbewusst und nachhaltig gefischter Winterkabeljau »Skrei« nennen darf. Für den Fang dürfen ausschließlich traditionelle Fangmethoden wie Handangeln und Langleinen benutzt werden. Fangmengen und -methoden werden ständig kontrolliert und streng reglementiert. Jedes Jahr legt die norwegische Fischereibehörde neue Fangquoten fest, damit sich die Fisch-Population erholen kann und nur so viel gefischt wird, wie auch wieder nachwächst.

Bester Fisch mit reinweißem Fleisch

Doch auch die Qualität des Fisches ist für das Gütesiegel »Skrei« entscheidend. Nur die besten Fische ohne Druckstellen erhalten das Qualitätsprädikat Skrei®. Dafür gibt es sogar extra für diese Aufgabe berufene »Skrei«-Kontrolleure, die während der Saison die jeweiligen zertifizierten Verarbeitungsbetriebe überprüfen. Die Norweger sind also ein gutes Beispiel dafür, wie wir nachhaltig mit unserer Natur umgehen sollten, ohne Artbestände zu zerstören.

Von traditionell norwegisch bis modern asiatisch

Die Ankunft des »Skrei« bestimmt seit Jahrhunderten den Lebensrhythmus der Fischer und ist jedes Jahr aufs Neue ein besonderes Ereignis. Ein großes Highlight sowohl für die Einheimischen als auch für Hobbyfischer aus aller Welt stellt zudem die jährliche »Skrei-Weltmeisterschaft« auf den Lofoten dar. Natürlich dominiert der »Skrei« in dieser Zeit auch den Speiseplan. Die Zubereitungsarten reichen dann von traditionell norwegisch bis modern asiatisch.

Auch in Deutschland liebt man den Edelfisch: 1.500 Tonnen haben die deutschen Fischfreunde im Jahr 2013 davon verzehrt. Kein Wunder, denn die Vielseitigkeit des Winterkabeljaus wird von Spitzenköchen in ganz Europa geschätzt. Ob pochiert, schonend gedünstet, gebacken oder sogar getrocknet, der »Skrei« ist eine Delikatesse. Neben den traditionellen Zubereitungsarten, zum Beispiel gesalzen mit Roter Bete, lässt er sich auch wunderbar mit Curry und Ingwer kombinieren. Der Kreativität sind jedenfalls keine Grenzen gesetzt. Wenn ihr jetzt richtig Lust auf den leckeren Fisch bekommen habt, dann versucht doch mal eine wärmende Fischsuppe mit »Skrei«!

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