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Hei, Norge! Stadtleben, das begeistert

Hei, Norge! Stadtleben, das begeistert

Für Nachtschwärmer und Naturliebhaber: Oslo

Großstadtflair und weitläufige Natur – Oslo bietet beides. So kann man die Nacht in einer der angesagten Bars in der Innenstadt verbringen, beispielsweise in der Rosenkrantz Gate oder Karl Johans Gate, und am nächsten Morgen im Haus am See aufwachen – wer die Mischung aus Nightlife und Natur liebt, wird ganz sicher sein Herz an Oslo verlieren.

Auch tagsüber punktet Oslo mit reichlich Unterhaltung – beispielsweise wenn ihr die Sehenswürdigkeiten der Stadt besichtigt: Das pompöse Königsschloss, das Opernhaus, die Festung Akershus (hier wird in prachtvollen Gebäuden und auf Außenanlagen die Geschichte Norwegens dargestellt) sowie der Vigeland Skulpturenpark und die Skisprunganlage Holmenkollen mit Aussichtsplattform und Panoramablick über Oslo gehören auf jeden Fall auf eure Must-See-Liste.

Tor zu den Fjorden: Bergen

Umgeben von sieben Bergen kommt die Stadt im Westen des Landes zu ihrem bildhaften Namen. Die alte Hansestadt ist die zweitgrößte Norwegens und gilt als »das Tor zu den Fjorden«. Bergen ist nicht nur von viel Wasser umgeben – auch von oben ist die Stadt damit gut versorgt. Bei durchschnittlich 288 Regentagen im Jahr sollten Regenjacke und -schuhe euch auf jeden Fall auf der Reise begleiten. Wenn es mal wieder zu nass für einen Stadtbummel ist, lohnt sich ein Besuch des Hanseviertels Bryggen mit seinen typischen bunten Holzhäusern und jeder Menge Cafés, Restaurants und Bars, die zum gemütlichen Verweilen einladen.
Stadt mit Geschichte: Trondheim

Trondheim wird auch die »historische Hauptstadt Norwegens« genannt. Wie viele Städte Norwegens liegt auch sie an einer Flussmündung und verzaubert mit ihren mittelalterlichen Gassen und bunten Häusern. Zu sehen gibt es außerdem einen historischen Stadtkern, der auf einer Halbinsel liegt. Von dort gelangt ihr zu Fuß zum imposanten Nidarosdom sowie zu weiteren, aus dem Mittelalter stammenden Sehenswürdigkeiten. Auch für Musikliebhaber ist die Stadt ein absolutes »Must«: So ist Trondheim unter anderem bekannt für sein Symphonieorchester, sein Theater sowie seine Jazzszene, die sogenannte »Dokkhuset«. Also ein »All in«-Kulturpaket.

Abenteuer am Polarkreis: Tromsø

Tromsø ist die Stadt Norwegens, die am dichtesten am Polarkreis liegt. Kein Wunder, dass sich dort alles um ihren geografischen Standort dreht: So gibt es neben der Mitternachtssonne und Polarlichtern als Naturschauspielen auch ein eindrucksvolles Polarmuseum, das über berühmte Polar-Expeditionen informiert. Weil auch der Walfang die Stadt geprägt hat, findet ihr immer wieder kleine damit zusammenhängende Sehenswürdigkeiten, beispielsweise das Walfängerdenkmal am Stortoget. Wer hoch hinaus möchte, kann in eine Kabine der Fjellheisen-Seilbahn einsteigen und bis zur Bergstation fahren, wo es zur Belohnung einen atemberaubenden Blick auf die Stadt gibt. Nur einen Pullover solltet ihr nicht vergessen – die Maximal-Temperatur liegt im Juli bei 15 Grad!

A wie Architektur: Ålesund

In der Provinz »Møre og Romsdal« liegt die vom Jugendstil geprägte Stadt Ålesund. Wie kommt eine Stadt im deutschen Jugendstil nach Norwegen, fragt ihr euch? Als die Stadt nach einem Brand fast vollständig in Trümmern lag, ordnete Kaiser Wilhelm II. sofort Hilfeleistungen an und viele Gebäude dieser Zeit wurden von deutschen Architekten aus Stein wieder aufgebaut. Das gilt auch für das Gebäude »Eidsvikbua«, in dem Ekornes seit 2001 einen Stressless Showroom betreibt, in dem ihr die original norwegischen Bequemsessel und –sofas erleben – und natürlich probesitzen – könnt. Früher wurde hier der im Ålesund gefangene Fisch verarbeitet und sogar bis nach Brasilien verschifft. Dafür war es besonders praktisch, dass das Gebäude mit zwei Seiten am Wasser liegt. So konnte der Fisch direkt von den Booten aus angeliefert und später wieder verladen werden. Der Name des Gebäudes »Eidviksbua« setzt sich dann auch entsprechend zusammen: »Edvik« war die Firma, die in diesem Gebäude den Fisch verarbeitete, und »Bua« kommt vom Begriff »Fiskebu« – also ein Gebäude für die Fischindustrie. Mit der Zeit nahm der Handel mit Fisch immer weiter ab und im Eidviksbua wurden Bananen, elektronische Geräte für Schiffe und österreichische Autoreifen gelagert. In gewisser Weise schließt sich mit dem Showroom von Ekornes wieder der Kreis: Nun wird im Eidviksbua wieder ein norwegisches Produkt ausgestellt, das in aller Welt für Begeisterung sorgt.

Auch abseits der Architektur gibt es viel zu entdecken: beispielsweise den Stadtpark mit einem Aussichtspunkt, von dem aus ihr einen herrlichen Blick über Ålesund habt, und für die Naturliebhaber unter euch das Umland mit der Fjordlandschaft Geirangerfjord und dem Hjorundfjort. Durch diese kommt man auch, wenn man von Ålesund aus per Boot nach Ikornnes zum Stressless-Werk fährt – ein absolut einmaliger Arbeitsweg! Apropos »Boot«: In Ålesund gibt es auch ein schönes Freilichtmuseum mit historischen Gebäuden, Booten und berühmten Wikingerschiffen wie dem »Borgundknarren«, mit dem die Nordmänner die Region bereisten.

(Photo Header by Nanisimova on iStock.com)

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