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Moltebeeren-Zeit: Die Jagdsaison ist eröffnet!

Moltebeeren-Zeit: Die Jagdsaison ist eröffnet!

Mit der Moltebeere verhält es sich ein bisschen wie mit der Liebe: Sie macht sich rar und jeder ist verrückt nach ihr. Norweger sind es auf jeden Fall. Die Nachfrage ist in Norwegen deutlich höher als das Moltebeeren-Vorkommen, weshalb jährlich sogar 200 bis 300 Tonnen aus Finnland importiert werden. Und eigene Sammelstellen hütet man in Norwegen wie seinen Augapfel.

Die Moltebeere wächst in Norwegen überwiegend in Moor- und sumpfigen Waldgebieten.

(Photo credit: Anders Gjengedal – Visitnorway.com)

Die Moltebeere ist auch deswegen so selten, weil sich pro Pflanze nur eine einzige Beere bildet, die, wenn sie reif wird, eine strahlende gelb-orangene Farbe hat. Sie wächst überwiegend in Moor- und sumpfigen Waldgebieten und in Tundra-Landschaften und ähnelt in ihrer Form der Brombeere. Sobald sich die Blütenblätter der Moltebeere öffnen und den Blick auf die Frucht freigeben, bricht in Norwegen das große Jagdfieber aus: Da werden Gerüchte von herumstreunenden Bären gestreut und die Sammelstellen mit dem Fernglas überwacht – und das alles im Kampf um das sogenannte Gold des Sumpfes, für das fast jedes Mittel recht ist.

Die Moltebeere ist eine der begehrtesten Früchte Norwegens.

Aber warum eigentlich ist diese Beere so begehrt? Zunächst einmal: Sie ist wirklich lecker! In Norwegen macht man Marmelade, Saft, Süßspeisen oder Likör aus ihr. So gibt es zum Beispiel nichts Besseres als einen Löffel Moltebeeren-Konfitüre im morgendlichen Joghurt. Und gesund sind die Beeren auch noch: Ob Gicht, Rheuma, Entzündung oder Durchfall – die Moltebeere gilt als Allheilmittel. Die reifen Früchte sind so reich an Vitamin C, dass früher Wikinger und Polarforscher immer auch einen stattlichen Vorrat an Beeren mit an Bord hatten, um sich vor Skorbut zu schützen. Und nicht zuletzt gehört es irgendwie auch ein bisschen zur norwegischen Identität, Moltebeeren-Fan zu sein.

In Norwegen liebt man die leckere Moltebeere und macht etwa Marmelade, Saft oder Likör aus ihr.

Damit es bei der Ernte der raren Moltebeere nicht zum ganz großen Streit kommt, gibt es in Norwegen sogar eine gesetzliche Ausnahmeregelung für das Sammeln. Eigentlich ist es nach gültigem Jedermannsrecht in Norwegen jedem erlaubt, wilde Beeren zu pflücken. Nicht so bei der Moltebeere, hier gibt es Ausnahmeregelungen: In den drei nördlichsten Provinzen Nordland, Troms und Finnmark zum Beispiel kann der Grundeigentümer das Pflücken der Beeren verbieten. Es gibt Flächen, die als sogenanntes Moltebeeren-Land ausgewiesen sind, wo die Früchte zur wirtschaftlichen Basis der Menschen gehören und man eine Erlaubnis benötigt, um sie sammeln zu dürfen. Und es gibt sogar Regelungen, nach denen die Sammler die Hälfte oder ein Drittel ihres Ertrages an den Grundstückseigentümer abgeben müssen.

Für das Sammeln der Moltebeere gibt es in Norwegen gesetzliche Regelungen.

Tja, sie ist eben eine wahre norwegische Leidenschaft, diese kleine, seltene Beere. Umso schöner ist die Zeit, in der sie reif ist und alle im Moltebeerenfieber schwelgen. Wir werden auch lieber nicht mehr viel darüber reden. In Deutschland ahnen ja nur einige wenige, was für eine Delikatesse die Moltebeere ist. Deswegen: Psssst…:-)

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