Close
Müde? Nicht die Bohne!

Müde? Nicht die Bohne!

Wenn der Wecker am frühen Morgen klingelt, gibt es nur einen Anreiz, um das kuschelige Bett zu verlassen: eine dampfende Tasse Kaffee oder Tee. Doch welcher Muntermacher sorgt für den besseren Start in den Tag?

Die Frühstückstische der Deutschen sprechen eine deutliche Sprache: Kaffee liegt mit einem Pro-Kopf-Verbrauch in 2014 von rund 167 Liter pro Jahr gegenüber Tee mit 25,7 Liter deutlich vorne. Doch Engländer und Ostfriesen können sich nicht irren – irgendetwas muss auch an Tee zum Tagesbeginn dran sein!

Nicht nur Kaffee, sondern auch grüner Tee enthält Koffein

»Heißt das dann nicht Teein?«, fragt ihr jetzt. Da das Koffein im Tee an andere Inhaltsstoffe gebunden ist, wird es auch als Teein bezeichnet, das Grundmolekül ist aber das gleiche. Weil der Körper länger braucht, um Teein zu verarbeiten als normales Koffein, wirkt Tee langsamer, aber auch gleichmäßiger. Das sorgt dafür, dass Teetrinker nachhaltiger und konstanter wachbleiben. Kaffee hingegen liefert eher den schnellen Kick, der aber auch zügig wieder abflaut.

Egal ob Kaffee oder Tee, beide regen dank Teein und Koffein die Durchblutung an, treiben den Puls nach oben und erweitern die Bronchien, wodurch unser Körper mehr Sauerstoff aufnimmt. Gleichzeitig wird im Gehirn die vordere Hirnrinde angeregt und wir sind konzentrierter und bemerken Müdigkeitserscheinungen weniger.

Kaffee und Tee sind Muntermacher mit Tradition

Vor circa 400 Jahren kamen Äthiopier auf die Idee, Kaffee zu trinken. Seitdem ist der Siegeszug der gerösteten Bohne nicht mehr aufzuhalten. Gegen den Tee kommt er aber – zumindest was die eigene Geschichte angeht – trotzdem nicht an: seit rund 2.000 Jahren wird Tee konsumiert. Chinesische Mönche tranken ihn beispielsweise, um die Entspannung während der Meditation und einen klaren Geist zu fördern. Durch die langsame und langfristige Wirkweise des Teeins hält er lange wach und aufmerksam – perfekt um die Rätsel des Universums (oder die nächste kniffelige Excel-Aufgabe) zu lösen!

Wir sind uns einig: Einen klaren Gewinner gibt es nicht. Kaffee und Tee wirken ähnlich, sind aber für unterschiedliche Ansprüche gut. Wer morgens eher ein generelles Tief hat, sollte es mal mit einer Tasse grünem Tee oder Matcha versuchen. Bei Matcha handelt es sich – vereinfacht gesagt – um gemahlene grüne Teeblätter, die besonders viel Teein und wenig Bitterstoffe enthalten. Wer einfach einen kräftigen Schubser braucht, um in die Gänge zu kommen, greift am besten zur Tasse Kaffee.

Übrigens hat Skandinavien den höchsten Kaffeekonsum europaweit, Norwegen kommt bereits an zweiter Stelle (in 2013). Wie die Norweger sonst so ticken, erfahrt ihr in Hei, Norge! Hier ist man entspannt per Du.

(Photo Header by Free-Photos on Pixabay)

Teile diesen Beitrag

3 comments

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ich akzeptiere die Datenschutzerklärung.

Close