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Oslo Design Fair 2016 – Trends, Traditionen und Talente

Oslo Design Fair 2016 – Trends, Traditionen und Talente

Woher wissen eigentlich all die gut eingerichteten Menschen da draußen, woran sie gutes Design und echte Trends erkennen? Wahrscheinlich eine Kombination aus generell gutem Geschmack, Qualitätsempfinden und vielen Messebesuchen. Gerade bei Letzteren bekommt man einen guten Eindruck von neuen Trends und Einrichtungsideen.
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Photo by Reinhard-Karl Üblacker on Pixabay

Wir haben uns für euch auf einer solchen stilbildenden Messe umgesehen, der Oslo Design Fair. Norwegens wichtigste Fachmesse für Design und Inneneinrichtung hat sich vor Kurzem inhaltlich neu ausgerichtet und kombiniert nun die Kategorien „Trends“, „Tradition“ und „Talente“. Eine gute Idee, denn so können die norwegischen Designer all ihre Stärken ausspielen. Vor Ort sind wir auf drei Trends gestoßen, die in nächster Zeit an Bedeutung gewinnen werden. Außerdem haben wir uns mit Marko Mintchev, Chefdesigner von Stressless bei Ekornes, darüber unterhalten, wie Trends eigentlich entstehen.

Hallo Marko, danke für deine Zeit! Was von besonderem Interesse ist – gerade, wenn wir uns Messen wie die Oslo Design Fair ansehen – ist, woher Designer eigentlich wissen, was in ein paar Jahren Trend sein wird? Schließlich brauchen das Design und die Produktion eines Sessels oder eines Sofas bis zur Marktreife ja auch ihre Zeit.

„Ekornes verkauft seine Produkte auf der ganzen Welt, daher ist es besonders wichtig, auf dem Laufenden zu bleiben, was globale Bewegungen angeht. Das bezieht sich vor allem auf gesellschaftliche Veränderungen, da gerade soziale, ökonomische und politische Reformen Einfluss auf Design haben. Aus diesem Grund sind Designtrends gleichzeitig schwierig vorherzusagen.“

Wie seht ihr voraus, welche Trends in der nahen Zukunft das Produktdesign von Ekornes und vielleicht sogar die ganze Industrie beeinflussen werden?

„Es gibt bestimmte Tendenzen, die wir auf Fachmessen wie hier auf der Oslo Design Fair und in den Medien beobachten: Aktuelle Megatrends sind beispielsweise neue Technologien und Materialien sowie die verstärkte Zuwanderung in Großstädte und die Globalisierung. Außerdem haben wir immer ein Auge auf Entwicklungen in angrenzenden Industrien, beispielsweise was im Bereich der Automobil-Entwicklung, der Architektur, der Mode und der Unterhaltung passiert. Vieles was sich dort vollzieht, wird auch Einfluss auf unser Design nehmen und umgekehrt.“

Vielen Dank und weiterhin viel Spaß auf der Messe!

Nach dem Gespräch mit Marko sind wir gespannt über die Messe gelaufen. Unter den vielen tollen Ausstellungsstücken und –ständen sind uns drei Themen aufgefallen, die wir besonders interessant finden:

#1: Norwegen trifft Japan

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Photo by Galen Crout on Unsplash

Diese Kombination wirkt zunächst erst einmal seltsam, aber skandinavisches Design und japanische Ästhetik teilen viele Gemeinsamkeiten: schlichtes Design, zarte Farben und ein Fokus auf die Haptik beispielsweise durch natürliche Materialien wie Holz, Leder oder Keramik. Außerdem stehen die (Design-) Philosophien beider Länder für die Wertschätzung von Handwerk, hoher Qualität und der jeweiligen natürlichen Umgebung. Dabei ist es egal, ob ihr Kirschblüten anschaut oder den Duft eines norwegischen Kiefernwaldes schnuppert.

#2: Prunk und warme Farben

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Wer bei „Prunk“ an Samt, Ornamente und Ölgemälde denkt, liegt genau richtig. Dieser Trend verbindet Antiquitäten mit modernen Stücken und schafft so eine ganz eigene Wohlfühl-Atmosphäre. Das wirkt besonders harmonisch und überhaupt nicht altbacken, wenn Wandfarben und Einrichtung Farben wie Ocker, Senfgelb oder Schokoladenbraun aufgreifen.

#3: Grünes Bewusstsein

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Grün liegt schon länger im Trend und umfasst weit mehr als nur die Farbe. Beispielsweise legen Verbraucher und Designer schon seit längerem Wert auf nachhaltig produzierte Waren, die sich durch hohe Qualität auszeichnen und dadurch langlebiger sind als Billigware. Diese Haltung schont auf lange Sicht Ressourcen und bereitet hoffentlich kommenden Generationen Freude, die sich beispielsweise in 20 Jahren noch über euren „Retro-Sessel aus 2016“ freuen. Für den aktuellen Einrichtungstrend dekoriert ihr diese zeitlosen Möbel mit ein paar Pflanzen und kombiniert dazu schlichte Accessoires in Pink oder Dunkelrot. Grünes Bewusstsein fühlt sich auf diese Weise nicht nur gut an, sondern sieht auch super aus!

Wir können uns gar nicht entscheiden, welche dieser Ideen uns am besten gefällt. Wie sieht es bei euch aus?

(Photo Header by Chris Barbalis on Unsplash)

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