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Warum sich Schenken so gut anfühlt

Warum sich Schenken so gut anfühlt

Schenken ist eine uralte Tradition – und macht auch den Schenkenden glücklich. Hier erfahrt ihr, warum das so ist und was sich in eurem Gehirn abspielt, wenn ihr jemanden beschenkt.

Könnt ihr euch noch an das warme Gefühl erinnern, das euch überkommen hat, als ihr letztes Mal einem Freund oder jemandem aus eurer Familie ein Päckchen in Geschenkpapier überreicht habt? Es gibt eine wissenschaftliche Erklärung dafür, warum ihr euch so gut fühlt, wenn ihr andere beschenkt. Es gibt sogar Hinweise darauf, dass Schenken zu einem längeren und gesünderen Leben beitragen kann.

Schenken kann zu einem längeren und gesünderen Leben beitragen.

 

Die Wissenschaft hinter dem Schenken

Es gibt erwiesenermaßen eine Verbindung zwischen dem positiven Beitrag, den wir für das Leben von anderen leisten, und unserem eigenen Wohlbefinden – sagt Dr. Stephen Post, der Autor von „Why Good Things Happen to Good People“.

Post zufolge kann allein der Gedanke, etwas Sinnvolles für andere zu tun, das mesolimbische System, das positive Belohnungssystem des Gehirns, „aufleuchten lassen“. Denn dabei werden Endorphine freigesetzt, die zu einem Zustand führen, den einige Wissenschaftler das „High des Helfers“ nennen. Stephen Post behauptet, diese Aktivität könne sogar Vorgänge im Gehirn unterbinden, die zu Verbitterung und Feindseligkeit führen – also Emotionen, die sich langfristig schädlich auf den Körper auswirken können.

Um die gesundheitlichen Vorteile des Schenkens genießen zu können, ist es weniger wichtig, was ihr schenkt, als wie ihr schenkt.

 

Die Überlegung, was wir schenken wollen

Um die gesundheitlichen Vorteile des Schenkens genießen zu können, ist es dabei weniger wichtig, was ihr schenkt, als wie ihr schenkt. Egal, ob ihr ein wohlüberlegtes Geschenk macht, für einen wohltätigen Zweck spendet oder Zeit für ein Ehrenamt aufwendet – das bewusste Geben ist der Schlüssel zu den gesundheitlichen Vorteilen, die mit Großzügigkeit einhergehen.

„Du musst nicht in die Rocky Mountains gehen und mit buddhistischen Mönchen meditieren, um emotionales Gleichgewicht zu erlangen. Wende dich einfach deinem Nächsten zu und hilf, so gut du kannst“, so Dr. Stephen Post.

Im Endeffekt sollten wir weniger Zeit damit verbringen, nach einem Geschenk zu suchen, das gut ankommen könnte, sondern lieber mehr Zeit darauf verwenden, uns regelmäßig um andere zu kümmern.

Auch Schenken von Zeit und Zuwendung kann glücklich machen.

 

Der Lebensstil des Geben und Schenkens

Ein Geben führt oftmals dazu, dass auch andere geben. Eine großzügige Einstellung ist somit immer auch ein kleiner Beitrag zu der Gemeinschaft, in der ihr lebt. Es gibt wissenschaftliche Beweise dafür, dass Menschen, die anderen helfen, eher glücklich sind. Und Menschen, die glücklich sind, geben meistens auch. Beides bedingt sich gegenseitig.

Eine Möglichkeit, regelmäßig zu helfen, besteht darin, eine Organisation, eine Stiftung oder ein Projekt zu finden, das euch am Herzen liegt. Reserviert dann entsprechend Zeit, um euch nachhaltig daran zu beteiligen. Obwohl es keine allgemeinen Regeln gibt, die für alle gelten, zeigen Studien, dass sich Menschen schon nach zwei Stunden wohltätiger Arbeit pro Woche besser fühlen. Neben den gesundheitlichen Vorteilen für euch selbst könnt ihr auch in eurer Gemeinschaft positiv etwas bewirken, wenn ihr euch für andere einsetzt.

Natürlich sollten die eigenen Vorteile nicht eure Hauptmotivation beim Helfen sein. Doch der Zusammenhang zwischen dem Helfen und der Zunahme des eigenen Glücks und der Gesundheit ist nicht zu bestreiten. Geben und Schenken kann in vielen Formen geschehen. Entscheidet euch also für eine, die euch erfüllt, und macht sie zu einem festen Bestandteil eures Lebens.

Geben und Schenken ist wirklich besser als Nehmen.

Denn: Geben und Schenken ist wirklich besser als Nehmen!

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